Steuerlandschaft Schweiz im Umbruch

Die Steuerlandschaft in der Schweiz ist im Umbruch. Dies zeigt sich insbesondere bei den Unternehmenssteuern im Moment deutlich.

Im Jahre 1998 wurde die Unternehmenssteuerreform 1 (unter anderem Verbesserung des Holdingstandortes Schweiz) und im Jahr 2009 die Unternehmenssteuerreform 2 (unter anderem Milderung doppelte Besteuerung bei Beteiligungen) in Kraft gesetzt. Am meisten zu reden gab bei der Unternehmenssteuerreform 2 aber das Kapitaleinlageprinzip, bei welchem einbezahltes Kapital (z.B. Aktienkapital, aber auch Agios, also Aktienkapital, welche über dem Nennwert einbezahlt wurde) wieder steuerfrei an die Aktionäre ausgeschüttet werden können. Diese Regelung hat zu bedeutend grösseren Steuerausfällen geführt als vor der Abstimmung prognostiziert wurde.Im Moment wird jedoch in der Öffentlichkeit vor allem – das auf Druck der EU aktuelle Thema – die Unternehmenssteuerreform 3 und dabei die kantonalen Privilegien von ausländischen Unternehmen diskutiert (siehe dazu der Beitrag in der NZZ am Sonntag). Konkret geht es darum, dass bei den Staats- und Gemeindesteuern (aber nicht bei der direkten Bundessteuern) die Einkünfte der Unternehmungen im Ausland in der Schweiz nicht oder nur beschränkt steuerbar sind. Damit sparen solche Unternehmungen eine Menge an Steuern.

Langsam aber sicher setzt sich die Einsicht durch, dass dieses Steuerregime nicht mehr haltbar ist und eine neue Lösung gesucht werden muss. Dies könnte zum Beispiel eine Halbierung der Steuern für alle juristischen Personen (Unternehmenssteuern) im Kanton Zürich sein. Dies hätte aber noch bedeutend umfangreichere Auswirkungen, als nur die Senkung der Steuern für alle Unternehmungen bzw. der Einbezug aller Umsätze der obengenannten ausländischen Unternehmungen.

Für KMUs mit wenigen Eigentümern heisst dies: Sind die Unternehmenssteuern tief, lohnt es sich allenfalls wieder, Gewinn in der Unternehmung anfallen zu lassen (darauf Steuern zu zahlen) und diesen Gewinn dann als Dividende an die Eigentümer auszubezahlen. Beim Eigentümer wird diese – sofern er eine Beteiligung von mindestens 10 % hat (wobei dies kantonal verschieden ist) – bevorzugt besteuert, indem er dort einen Steuerrabatt erhält (sogenannte Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung). In der Vergangenheit und bis heute wurde versucht (und häufig auch erfolgreich durchgeführt) einen hohen Bonus an die (mitarbeitenden) Eigentümer auszuzahlen. Auf diesem Bonus musste zwar AHV bezahlt werden (ca. 10 % für AG/AN-Beiträge), jedoch reduziert sich so der Gewinn entsprechend und so konnten die Gewinnsteuern gesenkt werden. Bei den privaten Steuern der Eigentümer bestand lange kein wesentlicher Unterschied, woher die Einkünfte kamen (ob Lohn oder Dividende). Mit der Milderung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung hat sich dies allenfalls schon etwas verändert, würde sich aber sicher mit der Verringerung der Unternehmenssteuern nochmals deutlich akzentuieren!

Aeppli & Mueller Consulting GmbH beobachtet die Veränderungen in der Steuerlandschaft genau und reagiert auf die Veränderungen. Deshalb bieten wir ganzheitliche Lösungen an, wo wir neben den Unternehmenssteuern auch die Sozialversicherungen aber auch die privaten Steuern berücksichtigen. Lassen Sie Sich beraten!

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