Passiv investieren, was die Banken lieber für sich behalten wollen

passive

Was führende Ökonomen, Nobelpreisträger und Investorenlegenden wie Warren Buffet schon lange wissen: Passiv investieren (z.B. durch passive Indexfonds) ist für den grössten Teil der Anleger die beste Methode, Geld an der Börse anzulegen. Trotzdem, viele Anleger glauben immer noch, mit aktiv gemangten Fonds oder durch eigenes „Stock-picking“ den Markt zu übertreffen. Kasinos und Glückspiele sind aus dem gleichen – in der Psychologie des Menschen liegenden – Grund populär und erfolgreich. Der Mensch glaubt nur allzu gerne, dass ausgerechnet er zu den auserwählten wenigen Glückspilzen gehört und auf die richtige Aktie tippen kann. Unzählige Studien beweisen (leider) das Gegenteil. Anleger sind meistens nicht in der Lage, den nächsten „Star-Fondsmanager“ oder Performance-Gewinner auszuwählen. Zudem sind die Kosten des aktiven Managements viel höher als beim passiven Investieren.

Dieser sehenswerte Bericht (gedreht in den UK) bringt es auf den Punkt:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zqa-jSuXmYw#!

  • Aktives Management weist keine höhere Performance auf als passives Investieren
  • Management und Transaktionskosten sind die grösste Belastung auf die Performance
  • Anlagemanager geben hinter vorgehaltener Hand zu, dass sie für sich selbst auch passiv anlegen
  • Passives investieren erfüllt die beiden wichtigsten Regeln beim Anlegen: 1) Diversifizieren und 2) Kosten tief halten
  • Passiv investieren ist schliesslich auch besser für die Nerven

Kosten und Steuerrisiken

Die Erfahrung zeigt, dass sich Anleger in der Regel zu wenig Gedanken machen über die Kosten die bei der Geldanlage entstehen. Ein Fonds, dem eine jährliche Gebühr von zwischen 1% und 2% vom Fondsmanagement belastet wird, hat wegen dem Zinseszins-Effekt vom Start weg schon kaum eine Chance den Markt zu schlagen. Auf eine tiefe Management- und Verwaltungsgebühr muss geachtet werden, was jedoch meistens leichter gesagt ist als getan. Für viele Anleger nicht bekannt ist z.B. die Tatsache, dass die sogenannte TER (Total Expense Ratio) Transaktionsgebühren, Stempelabgaben und anderen transaktionsabhängigen Kommissionen nicht beinhaltet. Diese können aber bei häufigen Transaktionen massgeblich zu Buche schlagen. Auch undurchsichtig können sogenannte „Fund of Funds“ (oder auch Dachfonds genannt) sein. Diese sind ein Zusammenzug verschiedener anderer Fonds. So verschachtelt, fallen die Gebühren zwei oder sogar dreimal an. Hier ist eine Auswahl mit Bedacht gefordert!

Auch altbekannt aber wenig beachtet ist die Tatsache, dass häufiges eigenes Handeln/Traden selten zu Erfolg beim Anleger führt und nur die Kommissionskasse der Banken füllt. Hinzu kommt beim Trading auch noch das Risiko, vom Steueramt als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler eingestuft zu werden. Schon mit wenigen Transaktionen kann man als solchen klassifiziert werden, was erhebliche Steuernachteile nach sich bringt (Details dazu siehe Kreisschreiben Nr. 8 der EStv). Hier ist eindeutig weniger = mehr.

Fazit

Um es mit den Worten von Warren Buffet zu sagen: „Für die meisten Anleger, ob institutionelle oder private, ist ein Indexfonds welcher minimale Gebühren belastet der beste Weg um börsengehandelte Aktien zu besitzen.“

ESTV Kreisschreiben: http://www.estv.admin.ch/bundessteuer/dokumentation/00242/00380/index.html

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